Schon seit Jahrtausenden schreiben die Menschen der Kraft des Wassers eine therapeutische Wirkung zu. Fundstücke aus der römischen Antike zeugen von einer hochentwickelten Thermen- und Badekultur.
Ein Boom der Wasserkuren setzte gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein. Selbst gekrönte Häupter und Staatsmänner wussten die belebende Wirkung des Wassers zu schätzen. Prächtig ausgestattete, prunkvolle Bäderbauten, Wandel- und Trinkhallen sowie Kuranlagen zeugen noch heute von Nordbayern bis Ungarn von dieser prosperierenden Epoche und sind markante Zeugen in der modernen Stadttopographie. Heutzutage bietet ein dichtes europaweites Netz an modernen Heilbädern seinen Gästen ortsnah ein reichhaltiges Angebot an Therapien und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten im angenehmen Ambiente. Allen Badekurorten gemein ist das Vorkommen warmer, besonders mineralstoffreicher Quellen. Sie liegen zumeist fernab von Lärm, urbaner Hektik und Luftverschmutzung in ländlichen Gebieten, sodass ideale Rahmenbedingungen für eine Balneotherapie geboten werden.
Wenn Sie eine Balneotherapie machen, dann sind - je nach Erkrankungsbild - Bäder (mit und ohne Zusatz), Trinkkuren oder Inhalationen Bestandteile Ihres Behandlungsplanes. Bei entsprechender medizinischer Indikation tragen die Krankenkassen auf Verschreibung die Kosten, wobei Sie die gesetzlich vorgeschriebenen Zuzahlungen aus eigener Tasche leisten müssen. Ein positiver Heilungsimpuls wurde insbesondere bei Arthrose, Rheuma, Arthritis, Osteoporose, Neuralgien, Koronarerkrankungen, Befindlichkeitsstörungen, Hautkrankheiten, Atemwegserkrankungen, Stoffwechselstörungen und gynäkologischen Erkrankungen wissenschaftlich nachgewiesen.
Daher stellt die Balneotherapie eine wichtige therapeutische Komponente in der aktivierenden Rehabilitation nach Operationen, Unfällen oder Herzinfarkten dar. Als eine Sonderform der Balneotherapie kann die Thalassotherapie betrachtet werden.
